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BB-Live

Mit dem Gefühl für das gewisse rhythmische Etwas

Voices ltd. zog 600 in die Herrenberger Stadthalle

Herrenberg - "Voices 4 You", das vierte Pop- und Gospelkonzert der Voices ltd., hatte einen speziellen Namen. Nach wie vor besteht großes Interesse an der Arbeit dieses neuen Chores im Liederkranz Herrenberg. Knapp 600 Besucher zog es am Samstagabend in die Stadthalle. "Es muss nicht perfekt sein," so Chorleiterin Astrid Beuth vor dem Auftritt. "Unser Ziel ist immer rüberzubringen, dass es wahnsinnig viel Spaß macht." Was durchaus gelang. Sichtlich gute Stimmung herrschte im Chor und im Publikum. Was auffällt: Unter den Zuhörern sind mehr und mehr junge Leute, die sich für Chormusik interessieren.Licht aus, Spots an, die Band setzte ein, die über hundert Sänger strömten auf die Bühne. "Walk in the light", der erste Titel - passt. Das ganze Konzert locker und originell moderiert von Tanja Glebe, die gleich zu Beginn "eine Reise durch verschiedene Länder und Stilrichtungen" versprach. "Wenn Sie klatschen wollen, das ist alles erlaubt!" Gleich im ersten Block fiel auf: Es ist Bewegung im Chor. Nicht nur was fürs Ohr, sondern auch ein optischer Genuss. Aufgemischt mit zahlreichen witzigen Einfällen. Dem bekannten Traditional "Oh when the Saints", hier überaus schwungvoll präsentiert, folgte ein wahrer Beifallssturm. Als Clou zu vermerken: Monika Wunder spielte das Thema auf Flaschen, die unterschiedlich hoch befüllt waren. Mehr in Richtung Jazz, kombiniert mit einer dicken Prise Humor, die "Ten Voices". Mal als Vocal-Orchester - "The Musicians" - und mal mit dem Musikgefühl des amerikanischen Bigband-Swings brachten sie einen choreographisch belebten "Chattanooga Choo Choo." Ebenso ein Highlight: Die "No Voices". Percussion pur, mit wenig Ausrüstung. Was braucht man mehr als Hände, Füße, ein paar Kochlöffel und Töpfe? Klar: Rhythmus im Blut. Biertische aufgestellt und das Publikum bekam "eine kleine Tischmusik" serviert: Mahlzeit! Das sorgte für Wechsel, Erheiterung und viel Applaus.Im letzten Block noch mal die "Gesamt-Voices" beginnend mit Mr. Sandman von Emmylou Harris und Pat Ballard. Die Zuschauer fanden ihn tatsächlich im Chor, den Sandmann: Mit roter Zipfelmütze auf dem Haupt sang er begeistert mit. Dann wieder etwas besinnlicher, mit beeindruckenden Solos das Stück "When I think about the Lord."Riesenbeifall und rhythmisches Klatschen forderten Zugabe um Zugabe. Gut so, denn so konnte jeder das "O happy Day" als Abschluss mitnehmen, den Solopart gesungen von Barbara Beuth, die neben einer erstklassigen Leistung die Freude am Singen ausstrahlte. Solisten, Chor und die Dritten im Bund: die Band - sie sorgten für einen gelungenen Rundum-Eindruck. Am Piano im Wechsel Martin Wilke, Ruben Maisenbacher und Monika Wunder, am E-Bass Jens Mönig und am Schlagzeug Daniel Stollsteimer.

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