Amtsblatt Nr. 48, 01.12.2005
Richtig zufrieden waren alle nach der Aufführung des Musicals "Der Wolkenstein" in der voll besetzten Stadthalle. Zunächst einmal Steffi Wunder, Dirigentin des Chors Lieder & Co, die auf die Musikkassette "Der Nimmernich vom Wolkenstein" gestoßen war, die Lieder der Kassette bearbeitete und sie zu einem Musical für Kinder zusammenstellte. Sie war es auch, die das Bühnenbild entwarf, Kostüme und Requisiten kreierte und selber viele Stunden mit Basteln, Nähen und Malen zubrachte. Mit ihr freuten sich Silke Lange ,Kerstin Wunder und Astrid Beuth, die Leiterinnen des Kinderchors Ki-Cho-Bello und des Jugendchors No Names als Assistentinnen über die gelungene Aufführung.
Ein besonderes Lob gebührt den Jugendlichen und den Kindern, die sehr diszipliniert ihre Lieder und Tänze einstudierten. Naturgemäß profitierten sie am meisten von dem Projekt, weil es für sie am meisten zu lernen gab. Nicht nur musikalisch und tänzerisch oder als Schauspieler waren sie gefordert. Sie mussten sich in das Ensemble einordnen, zuhören, stillsitzen, warten und stundenlang proben. All das sind Dinge, die bei Kindern und Jugendlichen heutzutage nicht besonders geschätzt werden. die aber für ihre Entwicklung wertvoll sind.
Die kleinen Zuhörer, von denen viele in den vorderen Reihen Platz gefunden hatten, verfolgten das Geschehen auf der Bühne mit Begeisterung, wenn auch die ganz kleinen Zuschauer sicher nicht die Botschaft des Musicals verstehen konnten, die etwa so lautet: Mit einem hilfsbereiten Freund kann man alle Gefahren bestehen. Für sie war es schön, dass auf der Bühne ständig neue, spannende Dinge passierten: Mal tanzten die Kinder, mal der Jugendchor oder zwei Solistinnen. Die Lieder besaßen verschiedene Klangfarben: Vom Kinderlied für das Häschen mit dem Zitterbart, die Kichererbsen über das theatralische "Einmal ein Held sein" und den derben Auftritt der Räuber und der Windhexe bis hin zur Szene im Nasenwald war ein weiter Bogen gespannt. Besonders fantasievoll in Szene gesetzt waren die Wasserszene und das Solo der gefangenen Töne. Bei den Liedern "Das Beste sind die Gäste", "Auf dem Wolkenstein" und "Die Erde soll ein Garten sein" zeigten alle Sänger und Sängerinnen noch einmal, wie schön gemeinsames Singen quer durch alle Altersklassen sein kann. Nach so viel Spaß an der Sache soll es nicht bei einer Aufführung bleiben.
Alle, die das Musical noch einmal sehen wollen oder die erst jetzt auf den Wolkenstein Lust bekommen haben, sollen sich den 29. Januar 2006 vormerken. Wegen der großen Nachfrage wird das Musical um 15 Uhr an diesem Sonntag wiederholt. Karten gibt es ab sofort bei allen Chorleitern.